1. Einladungskarte
  2. Einladungskarte
  3. Björn Beneditz, Installationsansicht © Marco Schwensfeger
  4. Björn Beneditz, Installationsansicht © Marco Schwensfeger
  5. Björn Beneditz, Installationsansicht © Marco Schwensfeger
  6. Björn Beneditz, Installationsansicht © Marco Schwensfeger
  7. Björn Beneditz, Installationsansicht © Marco Schwensfeger
  8. Björn Beneditz, Installationsansicht © Marco Schwensfeger
  9. Daniel Müller-Friedrichsen, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung
  10. Daniel Müller-Friedrichsen, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung
  11. Daniel Müller-Friedrichsen, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung
  12. Daniel Müller-Friedrichsen, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung
  13. Daniel Müller-Friedrichsen, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung

FÖRDERPREIS 2010
BJÖRN BENEDITZ
DANIEL MÜLLER-FRIEDRICHSEN

Ausstellung vom 14. November bis 12. Dezember 2010
Eröffnung: Sonntag, 14. November, 14.30 Uhr, DJ: Michaela Melián
Geöffnet Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr, sowie nach telefonischer Vereinbarung.

Mit dem Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler aus Norddeutschland trägt die Arthur Boskamp-Stiftung seit vier Jahren wesentlich zur Stärkung der zeitgenössischen Kunst in der Region bei. 2010 war der Preis medienunabhängig unter dem weit gefassten Begriff ‚Raumkonzepte‘ ausgeschrieben. Die Preisträger, Björn Beneditz (*1978 in Husum) und Daniel Müller-Friedrichsen (*1975 in Hannover), verstehen auf jeweils sehr individuelle Weise Raum als gelebte Bühne. Humorvoll, poetisch und kritisch beschäftigen sie sich mit meist sozialen Aspekten der Nutzung und Definition von Raum.

Björn Beneditz befasst sich mit ’sozialen Räumen‘. Dabei stehen insbesondere die Orte in ihrer Funktion und Wechselwirkung mit den dort agierenden Menschen zur Disposition. Beneditz ist an einer Öffnung von Räumen sowie dem Auflösen der Grenze zwischen vermeintlicher Hochkultur und Populärkultur gelegen. Sein Förderpreisbeitrag „VIII Spots“ thematisiert den Bühnenraum und das Spotlight. Visuell findet diese Auseinandersetzung ihre Form in einem ortsspezifischen Ensemble unter anderem aus einer raumgreifenden Bühnenkonstruktion, Plakaten und einem Fanzine.

Daniel Müller-Friedrichsen adaptiert für seine künstlerische Arbeit so genannte ‚Matte-Paintings‘, eine frühe Erfindung der Filmindustrie, um Raumillusionen herzustellen. Mit Ölfarbe lässt er auf Glasscheiben Räume entstehen, die sowohl als eigenständige Kunstwerke fungieren, als auch die Kulissen für seine Filme bilden. In der Ausstellung werden neben diesen Malereien zwei Filme gezeigt. Letzte verweben Text, Raum und Schauspiel zu einem paradoxen Geflecht aus Liebe, Sehnsucht und der Unmöglichkeit diese in Worte zu fassen, ohne dabei in Allgemeinplätze zu verfallen.

Kuratiert von Katja Schroeder

Filmprogramm zur Ausstellung, zusammengestellt von den Förderpreisträgern
18. November, 20 Uhr, Musicalfilm: Ein Amerikaner in Paris, 1951, Regie: Vincente Minnelli
12. Dezember, 18 Uhr, Spielfilm: Warnung vor einer heiligen Nutte, 1971, Regie: Rainer Werner Fassbinder

Shuttle-Transfer zur Eröffnung von Hamburg und Itzehoe
Anmeldung: buero@arthurboskamp-stiftung.de

  1. Einladungskarte
  2. Einladungskarte
  3. Installationsansicht Them that Plants Them is Soon Forgotten (Jene, die die Saat streuen, sind schnell vergessen), 201050 Pflanzenkübel mit Robeson-Tomaten sowie gesammelte Dokumente
  4. Installationsansicht Them that Plants Them is Soon Forgotten (Jene, die die Saat streuen, sind schnell vergessen), 201050 Pflanzenkübel mit Robeson-Tomaten
  5. Installationsansicht Them that Plants Them is Soon Forgotten (Jene, die die Saat streuen, sind schnell vergessen), 201050 Pflanzenkübel mit Robeson-Tomaten
  6. Installationsansicht The New Idealism (Der neue Idealismus), 2010Sammlung von 12" Platteninnenhüllen aus LP-Veröffentlichungen von Paul Robeson
  7. Installationsansicht Cone of Power (Zauberhut), 2010 grüner Fließstoff
  8. Installationsansicht The Damnation of Memory (die Verbannung von Erinnerung), 2010 Sammlung gefundener Postkarten

Ruth Ewan
Damnatio Memoriae

Ausstellung vom 19. September bis 24. Oktober 2010
Eröffnung: Sonntag, 19. September, 14.30 Uhr
Geöffnet Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr, sowie nach telefonischer Vereinbarung.

Ruth Ewan (geb. 1980 in Aberdeen) beschäftigt sich in ihrem aktuellen Projekt „Damnatio Memoriae“ in verschiedenen historischen Kontexten mit Strafpraktiken sowie mit Strategien von Erinnern und Vergessen. Umfassende Recherchen und partizipative Workshops sind der Anfang einer künstlerischen Auseinandersetzung, die sich unter Verwendung von gefundenen Materialien wie z.B. von Postkarten, Zeitungsartikeln, Postern und Filmen realisiert.

Zwei ungleiche Objekte, ein frühneuzeitlicher Maulkorb und eine seltene Tomatensorte, sind für Ewans Projekt „Damnatio Memoriae“ Anlass der Auseinandersetzung mit Geschichte und Gedächtnis. Unzählige schwarz-rote Tomaten verwandeln die Halle des M.1 in ein großes Gewächshaus. Die dunkel getönte Frucht ist benannt nach dem afroamerikanischen Sänger und Schauspieler Paul Robeson (1898-1976). In den 40er und 50er Jahren wurde er aufgrund seines politischen Kampfes gegen Rassismus massiven Repressionen ausgesetzt und seine künstlerische Existenz durch Zensur skrupellos ausgelöscht.

Der Hexen als Prototypen der Verfolgten wird hingegen bis heute in Form von zahlreichen schaurigen Abbildungen gedacht. Diese Variante des kollektiven Gedächtnisses, das durch verschiedene populäre Quellen gespeist wird, beschäftigt Ruth Ewan nicht weniger als das aktive Vergessen bei Robeson. Gemeinsam mit Jugendlichen hat die in London lebende Künstlerin gedächtnisprägendes Bildmaterial diskutiert, manipuliert und neu gedeutet. Ausgangspunkt für die Untersuchung war besagter Maulkorb, den man u.a. Frauen anlegte, die der Hexerei verdächtigt wurden, um sie brutal zum Schweigen zu bringen. Beide Seiten von Ewans Projekt, das Auslöschen und Stigmatisieren von Existenz, setzen sich mit der Kontrolle von Information aufgrund vermeintlicher moralischer oder politischer Verwerflichkeit auseinander.

Das M.1 der Arthur Boskamp-Stiftung erlaubt mit Ruth Ewans erster deutscher Einzelausstellung einen Einblick in ihre konzeptionellen Arbeitsstrategien und deren unterschiedliche Medien.

Kuratiert von Katja Schroeder

Mit freundlicher Unterstützung des British Council

Begleitprogramm zur Ausstellung, zusammengestellt von Ruth Ewan
02. Oktober, 17 Uhr, Dokumentarfilm: Paul Robeson – Here I Stand, 1999
24. Oktober, 17 Uhr, Lesung: E. A. Poe, Die schwarze Katze; 18 Uhr, Stummfilm: Hexen, 1922

Wenn Sie zur Eröffnung mit dem Zug aus Hamburg oder Berlin anreisen, steht um 14.00 und um 15.20 ein Shuttle zum M.1 am Bahnhof Itzehoe bereit. Um 16.10 und um 17.10 bringt Sie ein Shuttle vom M.1 zum Bahnhof Itzehoe.

Wenn Sie den Newsletter von M.1 nicht mehr erhalten möchten, senden Sie uns bitte eine Antwortmail mit dem Betreff „abmelden“.

  1. Einladungskarte
  2. Einladungskarte
  3. Installationsansicht, Matt Stokes © Arthur Boskamp-Stiftung
  4. Installationsansicht, Matt Stokes © Arthur Boskamp-Stiftung
  5. Installationsansicht, Roseline Rannoch © Arthur Boskamp-Stiftung
  6. Installationsansicht, Libia Castro / Ólafur Ólafsson © Arthur Boskamp-Stiftung
  7. Installationsansicht, Eline McGeorge © Arthur Boskamp-Stiftung
  8. Installationsansicht, Eline McGeorge © Arthur Boskamp-Stiftung
  9. Installationsansicht, Gareth Moore © Arthur Boskamp-Stiftung
  10. Installationsansicht, Denise Mawila © Arthur Boskamp-Stiftung
  11. Installationsansicht, Denise Mawila © Arthur Boskamp-Stiftung
  12. Installationsansicht, Gareth Moore (links) und Friederike Clever © Arthur Boskamp-Stiftung
  13. Installationsansicht, Heinz Peter Knes (links) und Eline McGeorge © Arthur Boskamp-Stiftung
  14. Installationsansicht, Heinz Peter Knes © Arthur Boskamp-Stiftung
  15. Installationsansicht, Friederike Clever © Arthur Boskamp-Stiftung
  16. Heinz Peter Knes, The World, 2010 C-Print, 142 x 110 cm

Right Right Now Now

Ausstellung vom 12. Juni bis 22. August 2010
Eröffnung: Samstag, 12. Juni, 14.30 Uhr

Sven Augustijnen, Friederike Clever, Libia Castro & Ólafur Ólafsson, Heinz Peter Knes, Denise Mawila, Eline McGeorge, Gareth Moore, Roseline Rannoch, Matt Stokes

Die Ausstellung Right Right Now Now befasst sich mit künstlerischen Positionen, die an journalistische, soziologische und wissenschaftliche Formate und Strategien anknüpfen, sich diese jedoch nicht aneignen, sondern vielmehr eigene Ästhetiken für die Beschreibung von Welt entwickeln. Es stehen dabei Arbeiten im Mittelpunkt, die historische Ereignisse nachzeichnen sowie soziale oder kulturelle Zusammenhänge beschreiben, aber stets einen klassischen analytischen Weg der Formulierung vermeiden.

Mit dieser Ausstellung soll die Frage gestellt werden, welcher Mehrwert aus einer künstlerischen Sprache gewonnen werden kann. Die Ausstellung ist ein Plädoyer für narrative und subjektive Ausdrucksformen. Das Potential der vorgestellten künstlerischen Positionen liegt in ihrem subjektiven, oft obsessiven Blick. Indem die Künstler vermeintliche Marginalien, unbeachtete Details oder ausgewählte Persönlichkeiten in die konzentrierte Aufmerksamkeit rücken, eröffnen sie neue Perspektiven auf Bekanntes. Sie entwickeln unabhängige Sprachen und machen dadurch Geschichte wie auch Gegenwart aus subjektiver Perspektive zugänglich.

Kuratiert von Katja Schroeder

WM.1: Public Viewing im M.1
Alle Deutschlandspiele, Viertelfinale, Halbfinale und Finale

Wenn Sie zur Eröffnung mit dem Zug aus Hamburg oder Berlin anreisen, steht um 14.00 und um 15.20 ein Shuttle zum M.1 am Bahnhof Itzehoe bereit. Um 16.10 und um 17.10 bringt Sie ein Shuttle vom M.1 zum Bahnhof Itzehoe.
Anmeldung: buero@arthurboskamp-stiftung.de

  1. Einladungskarte
  2. Einladungskarte
  3. Tim Lee, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung
  4. Tim Lee, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung
  5. Tim Lee, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung
  6. Tim Lee, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung
  7. Tim Lee, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung
  8. Tim Lee, Installationsansicht © Arthur Boskamp-Stiftung
  9. Untitled (Neil Young, 1968), 2006 2 C-Prints, 152 x 122 cm each courtesy: Galerie Rüdiger Schöttle, München
  10. U My My, Hey Hey (Out of the Blue) / Hey Hey, My My (Into the Black), Neil Young, 1979. 2008 2 C-Prints, 223.5 x 162.6 cm each courtesy: Johnen Galerie, Berlin
  11. Untitled II (The Pink Panther, 2092), 2007 C-Print, 102 x 127 cm each courtesy: Johnen Galerie, Berlin
  12. Untitled II (The Pink Panther, 2049/2092), 2009 Optical spectacles, magnifying loupe, 35mm Nikon camera and 210mm telephoto lens on metal stands in plexiglas vitrine with wood base, 152.5 x 63.5 x 153 cm courtesy: Johnen Galerie, Berlin

Tim Lee Solo, Duo, Trio (2001 – 2009)
Ausstellung vom 27. März bis 23. Mai 2010
Eröffnung: Samstag, 27. März, 14.30 Uhr

Darstellung, Wiederholung und Interpretation kultureller Ereignisse und
Vorgänger aus dem Bereich der Musik und des Films sind Themenfelder, die Tim
Lee in seiner Arbeit auf vielfältige Weise immer wieder aufgreift. Dabei
versucht er häufig auf absurde Weise unterschiedliche Zeit- und
Wirklichkeitsebenen sowohl der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als auch
des Originals, der Reproduktion und der Interpretation zusammenzubringen.
Bei vollem körperlichem und schauspielerischem Einsatz verknüpft er so mit
humorvoller Distanz kulturelle und historische Ereignisse mit eigenen
biografischen Daten. Mit großer Begeisterung für Slapstick tritt Lee in
seinen Fotografien und Filmen selber wie ein Stand-Up Comedian auf, der mit
Buster-Keaton-gleicher Ernsthaftigkeit absurde Verkettungen und
Überlagerungen unterschiedlichster Referenzen herbeiführt.

Tim Lee ist gebürtiger Koreaner, der in Kanada aufwuchs und studierte. Vor
diesem Hintergrund kann das Thema der Identität, das immer wieder in seinen
Arbeiten anklingt, anders gelesen werden. So gibt es zahlreiche Anspielungen
auf klassische Vertreter einer nordamerikanischen Kulturidentität aus
unterschiedlichen Sparten wie beispielsweise Dan Graham, Steve Martin, Neil
Young und die Beastie Boys. Sie alle hinterfragen wiederum in ihrer eigenen
Arbeit die Zuschreibungen klassischer Identitäten. So entwickelt er
Verknüpfungen von früher Videokunst, Slapstick-Comedy, Rockmusik der 70er
Jahre und Experimentalfotografie und schafft trotz der aberwitzigen
Verbindungen einen Brückenschlag zwischen einem subjektiven Fantum und einem
allgemeinen kulturgeschichtlichen Verständnis. Lee spielt aber nicht allein
mit Referenzen im Sinne von Anspielungen und Adaptionen. Weit darüber hinaus
eignet er sich in monatelanger Arbeit Fähigkeiten an, wie z. B. das Klavier-
oder Schlagzeugspielen, um nicht nur eine Reproduktion des vorgefundenen
Materials zu produzieren, sondern der inhaltlichen Auseinandersetzung im
performativen Akt eine aktuelle Entsprechung entgegenzusetzen.

Die Ausstellung in der Arthur Boskamp-Stiftung ermöglicht zum ersten Mal in
Deutschland einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Arbeiten von Tim
Lee, die in den vergangenen neun Jahren entstanden sind. Es werden Videos,
Fotografien und Skulpturen präsentiert, die sowohl die musikalischen und
filmischen als auch die kunstgeschichtlichen Anknüpfungspunkte deutlich
werden lassen.

Kuratiert von Katja Schroeder

Tim Lee wurde 1975 in Seoul, Korea geboren und hat in Vancouver studiert.
Zurzeit lebt er aufgrund eines DAAD Stipendiums in Berlin. International war
er bei zahlreichen Ausstellungen vertreten und hatte u. a.
Einzelausstellungen in der Hayward Gallery, London in der Galerie Schöttle,
Berlin, sowie im CCA Wattis Institute, San Francisco und in der Galerie
Johnen in Berlin. Im Herbst 2010 eröffnet eine Ausstellung von Tim Lee in
der Lisson Gallery in London.

Die Ausstellung wird gefördert mit freundlicher Unterstützung der Botschaft
von Kanada und dem Künstlerprogramm des DAAD, Berlin.

Filmabende zusammengestellt von Tim Lee
18. April, 18 Uhr, Neil Young – Heart of Gold, 2006
Dokumentation des legendären Musikers von Jonathan Demme

23. Mai, 16 Uhr, Reichtum ist keine Schande, 1979
Amerikanische Filmkomödie mit Steve Martin

Shuttle-Transfer zur Eröffnung von Itzehoe
bis Hohenlockstedt (Hin- Und Rückweg)
Anmeldung: buero@arthurboskamp-stiftung.de